Kasper, Tod und …

„Kasper, Tod und …“ war eine Recherche über die Figur des Todes auf dem Puppentheater.

Die Frage war, ob durch die Verheerungen der Pandemie der Tod wieder an Aktualität gewinnt.

Die Antwort ist, dass im Gegenteil durch die Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen der Tod noch weiter aus dem Alltag entrückt wurde. Der Tod wurde noch mehr zu einem Spezialfall, der an zuständige Institute (Krankenhäuser, Intensivstationen) ausgelagert wurde.

Ein kulturelles Klima, das den Tod als Prügelknabe des Kaspers auf der Bühne zeigt, stellte sich nicht her. Im Gegenteil, der Schrecken, der von der Figur des Todes ausgeht, verbietet Lachen und Spott mehr als zuvor.

Vielleicht aber bringen andere Zeiten wieder andere Möglichkeiten für eine Bühnenrolle des Todes.

Die Recherche wurde vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.